© 2017
A MarketPress Theme

WordPress_Kolumne_staged

WordPress Kolumne #5: Wie füge ich Meta-Elemente in WordPress ein?

Die heutige Ausgabe der WordPress Kolumne beschäftigt sich mit den Meta-Elementen.

Mario[1] fragte: Wie sieht das mit den MetaTags bei WordPress aus? Was bringen diese und wie setze ich die Tags optimal ein?

Als erstes möchte ich darauf hinweisen, dass die Meta-Elemente[2] keinen direkten Einfluss auf die Suchmaschinenpositionierung (Ranking) haben, sondern nur indirekt. Wie genau, werde ich gleich aufzeigen. Früher wurden diese Angaben verwendet, um in den Suchmaschinen eine höhere Position zu erzielen. Missbrauch durch irreführende Schlagwörter sorgte dafür, dass die Suchmaschinenbetreiber ihren Algorithmus nun wieder verstärkt auf die eigentlichen Inhalte (Content) legen, statt sich nur auf die Meta-Elemente zu fokussieren.

Warum ist es nun wichtig die Meta Elemente zu definieren und mit Inhalten zu belegen? Ganz einfach, diese Angaben dienen als Eigenschaften des aufgerufenen Webseitendokuments und dienen der besseren Auffindbarkeit und Katalogisierung. Webdokumente mit vollständigen Meta-Angaben lassen sich einfacher finden und indexieren, als Dokumente ohne diese Angaben. Die Meta-Elemente „title“ und „description“ werden von allen Suchmaschinen und Verzeichnissen genutzt, um das Suchergebnis anzuzeigen.

Welche Meta-Elemente gibt es und welche kann ich mit WordPress nutzen?

Das erste Element ist der Titel. <title></title> und befindet sich in der Dokumentstruktur im Bereich <head></head>

Da WordPress die Webseitendokumente dynamisch generiert, verwenden wir

<title><?php bloginfo(’name‘); ?><?php wp_title(); ?></title />

Diese Angaben werden im aktivierten Theme geladen. Je nach WordPress Theme sind diese schon definiert. Zu finden in der header.php.

Um auch eine kurze Beschreibung zum Dokument dynamisch generieren zu lassen nutzen wir die Conditional Tags[3] von WordPress:

<meta content="<?php if ( is_single() ) {
        single_post_title('', true);
    } else {
        bloginfo('name'); echo " - "; bloginfo('description');
    }
    ?>" />

Nun zu den vielgerühmten Keywords:

<meta name="keywords" content="Schlüsselwort, Schlüsselwort 2, Schlüsselwort 3" />

Es ist sinnvoll die beschreibenden Schlüsselwörter, die die Webseite katalogisierbar machen, zu definieren. Hier ist darauf zu achten, dass man keine fremden Markenbezeichnungen bzw. urheberrechtliche Begriff und Phrasen verwendet. Einige Anwaltskanzleien sind darauf spezialisiert, solche Schlüsselwörter zu finden um daraufhin kostenpflichtig abzumahnen.

Betreibt man ein redaktionelles Blog – was meistens der Fall ist – sollte man auch den Autor des Dokuments angeben:

<meta content="Autorenname" />

Weitere Angaben, die es den Suchrobotern einfacher machen, die Webseite zu indexieren:

Anweisungen für Suchroboter

<meta content="index,follow" />

Alternativ kann auch:

<meta content="all" />

verwendet bzw. auf den Code ganz verzichtet werden.

Der Suchroboter soll die Webseite ausdrücklich in den Suchmaschinen-Index aufnehmen, damit sie auffindbar ist, und den Hyperlinks auf der Seite folgen. Diese Angabe ist im Allgemeinen unnötig, da sie dem normalen Verhalten der meisten Webcrawler entspricht.

<meta content="noindex" />

Der Suchroboter soll die Webseite nicht in den Index aufnehmen. Die Webseite soll also nicht über Suchmaschinen auffindbar sein.

<meta name="robots" content="nofollow" />

Der Suchroboter darf die Webseite zwar aufnehmen, aber soll den Hyperlinks auf der Seite nicht folgen. Die Wirkung ist so, als wären die Links auf der betreffenden Seite gar nicht vorhanden. Derselbe Effekt lässt sich auch für einzelne Links erreichen, indem diese um das Attribut

rel="nofollow"

ergänzt werden.

<meta content="noodp" />

Die Suchmaschine soll auf der Ergebnisseite nicht die Beschreibungstexte des Open Directory Projects verwenden – sofern die Seite dort eingetragen ist  –, sondern wie bei nicht eingetragenen URLs einen Ausschnitt der Seite selbst (sog. „Snippet“) anzeigen. Diese Anweisung wird von Google und MSN Search unterstützt.

<meta content="noydir" />

Die Suchmaschine soll auf der Ergebnisseite nicht die Beschreibungstexte aus dem Yahoo-Verzeichnis verwenden – sofern die Seite dort eingetragen ist  –, sondern wie bei nicht eingetragenen URLs einen Ausschnitt der Seite selbst . Diese Anweisung wird nur von Yahoo (Robot: Slurp) unterstützt.

Quelle: Wikipedia

Nun hat sicherlich nicht jeder Betreiber einer WordPress Webseite die Zeit, das KnowHow und die Lust alle Meta-Angaben im Theme zu optimieren. Dafür gibt es mittlerweile hervorragende Plugins.

SEO Plugins

Eins der besten Plugins für die Aufgabe, die Webseite besser indexierbar zu machen, ist nach meinen Erfahrungen das Plugin wpSEO[4] von Sergej Müller. Ich habe im Laufe der Jahre viele Plugins getestet, aber das wpSEO ist sehr umfangreich und doch sehr individuell zu konfiguieren. Wenn man mehrere WordPress Webseiten betreibt, hat man sogar die Möglichkeit Einstellungen zu exportieren und wieder zu importieren.

Fakt ist – dass die Suchmaschinenroboter die Seiten besser indexieren. Je besser die Beschreibung der Seite und je besser der Seitentitel dargestellt werden kann, desto öfter wird auf den verweisenden Link geklickt, was dann wiederum zur Folge hat, dass die Webseite im Ranking steigt.

Übrigens kann man auch die Suchmaschinen dazu anweisen, die WordPress Seiten nicht in den Cache zu laden. Besonders Blogs und Webseiten, die ihre Inhalte monetisieren wollen ist es sinnvoll immer frische Inhalte auch in den Suchmaschinen zu liefern:

<meta name="robots" content="noarchive" />
<meta name="googlebot" content="noarchive" />

Natürlich gibt es noch mehrere Varianten, wie man die Metatags optimieren kann, darauf möchte ich in einem meiner nächsten Artikel in der Pluginserie näher eingehen.

Fazit: mit den richtigen Einstellungen und dem passenden Inhalt macht man es sich  und den indexierenden Robotern einfacher die Webseite auffindbar zu machen.

Es gibt eine Vielzahl an guten Artikeln rund um die Metatags in WordPress, die ich hier noch als Leseempfehlung anregen möchte:

Anwendungsbeispiel für das „canonical“-Tag:

Gefahrlos Inhalte syndizieren: Test zu “canonical”-Tag extern[5]

Ausführliche Informationen im Abakus-Internet-Marketing SEOBlog[6]

Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung[7]


[1] http://tausend-euro-experiment.de/ueber-mich

[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Meta-Element
[3] http://codex.wordpress.org/Conditional_Tags
[4] http://www.wpct.de/r/wpSEO (Partnerlink)
[5] http://www.seo-book.de/technik/sonstiges/gefahrlos-inhalte-syndizieren-test-zu-canonical-tag-extern
[6] http://www.abakus-internet-marketing.de/seoblog/
[7] http://www.abakus-internet-marketing.de/Suchmaschinenoptimierung/grundlag.htm

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

WP Camp Webring
%d Bloggern gefällt das: